Analyse: ICOs werden 2020 ganz verschwinden!

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Für Unternehmen, deren Geschäftsmodell auf Kryptowährungen basiert, ist das Initital Coin Offering (ICO) lange Zeit eine interessante Methode des Crowdfundings gewesen. Die streng regulierte Kapitalvergabe durch Banken oder Börsen konnte damit umgangen werden. Analysten zeigen nun allerdings auf, dass die Zeit der ICOs bald vorbei sein könnte, wie das rennomierte Bitcoin-Magazin „The Bitcoinist“ schreibt.

ICOs weisen nur noch geringe Erlöse auf

Noch im Januar des Jahres 2018 konnten Analysten 160 neue ICOs beobachten, doch schon im August 2019 fiel die Zahl auf Null. Auch die Gesamterlöse fallen mit nur 338 Millionen US-Dollar für das vergangene Jahr 2019 sehr mager aus. Der Einbruch gegenüber 2018 beträgt dramatische 95 Prozent. Experten sprechen daher bereits von einem sicheren Sterben der ICOs als Finanzierungform. Doch was sind die Gründe dafür?

ICOs stehen vor unlösbaren Aufgaben

Einer der entscheidenden Vorteile der ICOs war immer die Umgehung von regulatorischen Vorschriften. Die Behörden sind aber dazu übergegangen, die entsprechenden Vorschriften zunehmend auf die ICOs zu übertragen. Damit steigen auch hier die Kosten und eines der entscheidenden Differenzierungsmerkmale geht verloren. Allgemein ist die Euphorie rund um Bitcoin und andere Kryptowährungen etwas abgeklungen. Immer wiederkehrende plötzliche Kurseinbrüche haben dazu geführt, dass die Digitalwährungen kritischer gesehen werden. Das hat auch Auswirkungen auf die ICOs. Einige Analysten gehen mittlerweile davon aus, dass diese bereits im Jahr 2020 komplett verschwunden sein werden.

Auch andere Finanzierungsformen sind betroffen

Nicht nur die ICOs hat es hart getroffen. Auch die Security Token Offer und die Initial Exchange Offer leiden unter den gleichen Problemen wie die ICOs und erfordern nun zum Beispiel umständliche und teure Compliance-Verfahren. Einige Anbieter wie Block.one wurden von der amerikanischen Aufsichtsbehörde sogar mit Geldstrafen beleg; für den Verkauf von nicht registrierten Wertpapieren. Der Markt geht damit harten Zeiten entgegen.

   

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